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Irgendwo zwischen ausgetrockneten Filzstiften, halb leeren Klebestiften und mysteriös vermehrten Wachsmalkreiden liegt er: Der Lieblingsbuntstift. Oder war es doch der von der Schwester? Kennt ihr das? Bastelsachen haben die erstaunliche Fähigkeit, sich wie von Zauberhand zu vermehren und gleichzeitig genau dann unsichtbar zu werden, wenn man sie braucht.
Dabei ist Basteln eine der schönsten Beschäftigungen für Kinder: kreativ, entspannend und voller Möglichkeiten. Doch ohne Ordnung wird aus dem fröhlichen Malen schnell ein frustrierendes Suchen. Wir zeigen euch, wie ihr Bastelsachen organisieren könnt: Mit cleveren, personalisierten Systemen.
Bastelmaterial hat besondere Eigenschaften: Es ist klein, bunt, vielfältig und zumeist in Kinderhand. Da geht es mehr um das kreative Ausleben als um Ordnung. Ein Stift hier, ein Papierrest dort, Kleber ohne Deckel, Scheren, die irgendwo herumliegen, alles in einer Kiste oder Schublade. Wer soll da noch etwas finden? Mal ganz abgesehen von den Flecken, die offene Filzschreiber hinterlassen.
Die typischen Chaos-Faktoren:
Hinzu kommt: Wenn mehrere Kinder basteln, potenziert sich das Durcheinander. "Das ist mein Stift!" – "Nein, meiner!" – solche Diskussionen kennen Eltern von Geschwisterkindern nur zu gut.
Mit vier einfachen Schritten kannst du all diese Faktoren ausbügeln und dir eine Menge Stress ersparen.
Als Eltern sind wir Experten für Bastelzubehör. Daher wissen wir: Etwa ein Drittel kann aussortiert werden. Zugegeben: Das sehen unsere Kleinen oftmals anders. Heimlich Material zu entsorgen, ist jedoch keine gute Idee. Der fehlende Lieblingsstift kann die Laune dauerhaft ruinieren.
Geht deshalb gemeinsam alle Sachen einzeln durch. Lass deinen Nachwuchs die Sachen selbst testen. Dabei fällt ihm schnell auf, was noch gut ist und was entsorgt und ersetzt werden kann.
Bastelpapier neigt dazu, sich zu vermehren: Aus großen Bögen werden kleine Schnipsel und halb bemalte Blätter. Zeit für Ordnung!
Winzige Papierreste könnt ihr ebenso entsorgen wie zerknittertes oder zerrissenes Papier. Das taugt noch nicht mal als Schmierpapier. Was ihr hingegen aufbewahren solltet:
Auch hier gilt: Was kaputt, leer oder unbrauchbar ist, muss gehen.
Jetzt, wo nur noch das Gute übrig ist, geht's ans Sortieren. Die Grundregel: Gleiches zu Gleichem. Also nicht alles in einer großen Kiste vermischen. Das führt nur wieder zu Chaos.
Stattdessen lieber bündeln, um das beste Ergebnis beim Bastelsachen organisieren zu erzielen:
Nun kommt alles in passende Behältnisse. Bewährte Lösungen sind Schraubgläser (gebrauchte Marmeladen- oder Senfgläser sind perfekt!), kleine Boxen sowie Stoffbeutel mit Zugband. Für Papier eignen sich außerdem Dokumenten- oder Aufbewahrungsmappen aus dem Schreibwarenhandel. Zur Not tun es aber auch Briefumschläge.
Hast du transparente Aufbewahrungsmöglichkeiten gewählt? Das ist schon mal gut. So siehst du schon von außen, was sich innen befindet. Dennoch ist es sinnvoll, alles noch mal von außen zu beschriften. Das gilt natürlich ohnehin für alles, was nicht durchsichtig ist: Mappen, Umschläge, Pappkartons.
Wenn mehrere Kinder im Haushalt leben, ist außerdem Personalisierung Gold wert. Nichts sorgt schneller für Streit als die Frage: "Wem gehört das jetzt?"
Stiftboxen, Scheren, Lineale, Kleber, Spitzer: Wirklich alles kann (und sollte!) beschriftet werden. Mit unseren Namensaufklebern ist das im Handumdrehen erledigt. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, Größen und Ausführungen. Sie halten auf nahezu allen Oberflächen und überstehen auch wilde Bastel-Sessions.
Besonders praktisch:
Der Clou: Wenn jedes Kind weiß, was ihm gehört, passt es besser darauf auf.
Noch einen Schritt weiter gehen personalisierte Buntstifte.
Mit dem Namen des Kindes bedruckt, sind sie unverwechselbar – in der Schule, im Kindergarten und natürlich zu Hause.
Ordnung ist das eine; sie zu halten das andere. Die richtige Aufbewahrung macht den Unterschied.
Der Klassiker sind Kisten, die in einem Regal oder Schrank aufbewahrt werden (Achtung: Auch hier von außen gut sichtbar beschriften!). Alternativ kommen auch fahrbare Rollwagen mit mehreren Schubladen in Frage. Sie sind besonders praktisch, wenn der Basteltisch nicht fest in einem Zimmer ist, sondern die Kleinen mal im Kinderzimmer, mal am Küchentisch und mal im Wohnzimmer basteln. Einfach den Wagen reinrollen, und los geht es.
Für oft benutzte Sachen bietet sich außerdem eine kleine Box mit den wichtigsten Basics an. So sind Buntstifte, Schere, Kleber, ein paar Blätter Papier schnell griffbereit, wenn spontan gebastelt werden soll, ohne dass gleich das ganze System durcheinandergerät.
Diese Box könnt ihr auch auf Reisen oder zu Oma und Opa mitnehmen. Hauptsache, sie ist vollständig – und mit einem Namensaufkleber versehen, damit sie auch wieder nach Hause findet!
Du siehst: Bastelsachen zu organisieren, ist kein Hexenwerk. Mit einem durchdachten Ordnungssystem, konsequentem Aussortieren und cleveren Helfern wie Namensaufklebern wird aus dem bunten Durcheinander eine übersichtliche Bastelsammlung.
Eure Kinder freuen, sich, denn wenn sie ihre Lieblingssachen sofort finden. Denn dann kann der Bastelspaß direkt beginnen. Und ihr spart Nerven, Zeit und Geld, weil nichts mehr verloren geht oder nachgekauft werden muss.
Also, Ärmel hochkrempeln und ran an die Bastelkiste – es lohnt sich!