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Die ersten warmen Sonnenstrahlen scheinen durchs Fenster und bringen gnadenlos ans Licht, was der Winter gnädig im Halbdunkel versteckt hat: das Chaos im Kinderzimmer. Spielzeug, das niemand mehr benutzt, zu kleine Kleidung, Bastelsachen ohne Deckel – und irgendwo dazwischen die vermisste Socke vom letzten Herbst.
Der Frühling ist die perfekte Zeit für einen Neustart. Mit der richtigen Strategie wird aus dem gefürchteten Aufräum-Marathon ein gemeinsames Projekt, das sogar Spaß machen kann.
Ein aufgeräumtes Zimmer hat nicht nur etwas mit Ordnungssinn zu tun. Studien zeigen, dass Kinder in übersichtlichen Räumen besser spielen, sich länger konzentrieren können und insgesamt entspannter sind. Zu viele Spielsachen überfordern. Weniger ist tatsächlich mehr.
Was ein guter Frühjahrsputz bringt:
Plant den Frühjahrsputz an einem Tag, an dem ihr wirklich Zeit habt. Ein gestresstes „Räum jetzt endlich mal auf!“ zwischen Tür und Angel funktioniert nicht.
Ideal ist:
Was ihr braucht:
Der größte Fehler? Aufräumen, während die Kinder weg sind. Klar ist es schneller, aber Kinder lernen dabei nichts. Außerdem sind sie (zu Recht) oft unglücklich, wenn plötzlich Sachen fehlen.
Besser: Macht daraus ein gemeinsames Projekt. Auch kleine Kinder können schon mitmachen und lernen dabei wertvolle Fähigkeiten: Entscheidungen treffen, loslassen, Verantwortung übernehmen.
Probier’s mal mit dieser Motivation:
„Wir machen dein Zimmer frühlingsfrisch! Dann haben wir ganz viel Platz zum Spielen und finden alles wieder. Danach machen wir was Schönes – vielleicht ein Eis essen oder in den Park?“
Eine bewährte Strategie: Sortiert alles in drei Kategorien.
Alles, was euer Kind regelmäßig nutzt, mag und womit es spielt. Diese Sachen bekommen nachher einen festen Platz.
Spielzeug und Kleidung in gutem Zustand, das aber nicht mehr genutzt wird. Erklärt eurem Kind, dass andere Kinder sich darüber freuen werden. Das macht das Loslassen leichter.
Kaputte Spielsachen, einzelne Puzzleteile ohne Puzzle, ausgetrocknete Stifte oder zerrissene Bücher brauchen wirklich nicht aufbewahrt zu werden. Manchmal muss man sich einfach verabschieden.
Der Frühjahrsputz ist auch der perfekte Moment für den Kleiderwechsel.
Schritt für Schritt:
Ordnung für die nächste Saison: Lagert die Winterkleidung in beschrifteten Boxen. Mit Namensaufklebern oder -etiketten könnt ihr die Kisten kennzeichnen („Leos Winterkleidung Größe 110“). Für die Kleidungsstücke selbst eignen sich spezielle Textilkleber. Gerade bei Geschwisterkindern spart das im nächsten Herbst viel Sucherei. Und auf dem Spielplatz oder im Kindergarten geht auch nichts mehr verloren.
Für Kinder (und Eltern!) kann das Aussortieren schwerfallen. „Aber das hab ich doch von Oma bekommen!“ oder „Das war mal mein Lieblingsspielzeug!“ sind dann Sätze, die fallen. Hier solltest du einfühlsam bleiben und Verständnis für Abschiedsschmerz haben.
Gib deinem Kind die Entscheidungsmacht – jedenfalls innerhalb vernünftiger Grenzen. Erkläre ihm, dass Platz schaffen auch Platz für Neues bedeutet. Manchmal hilft es auch, besondere Dinge zu fotografieren und in einem gesonderten Album auf dem Smartphone oder Computer zu speichern.
Manchmal hängen Kinder an Dingen, die gar nicht ihren Interessen entsprechen, nur weil sie Geschenke waren. Erklärt liebevoll, dass Weiterschenken okay ist. Die Person, die es geschenkt hat, wollte ja Freude bereiten – und das funktioniert auch bei einem anderen Kind.
Jetzt, wo ausgemistet ist, geht’s ans Einräumen. Aber bitte nicht einfach alles zurück ins Regal!
Statt eines großen Chaos-Haufens: Jede Spielzeugkategorie bekommt eine eigene Kiste oder ein eigenes Fach.
Beispiel-Kategorien:
Der Clou: Beschriftet die Kisten! Mit Namensaufklebern oder selbst bemalten Schildern weiß jedes Kind (und jeder Erwachsene), wo was hingehört. Für Kinder, die noch nicht lesen können, könnt ihr Bildaufkleber nutzen oder Fotos vom Inhalt aufkleben.
Eine clevere Mischung funktioniert am besten:
Zu viele offene Regale führen schnell wieder zu visuellem Chaos. Aber alles versteckt macht auch keinen Spaß – dann vergessen Kinder, was sie haben.
Ein Geheimtipp von erfahrenen Eltern: Nicht alles Spielzeug muss immer verfügbar sein. Räumt einen Teil weg und tauscht alle paar Wochen aus. Plötzlich ist „altes“ Spielzeug wieder spannend!
Bilderbücher für Zweijährige – aber dein Kind ist schon fünf? Da lohnt sich der Griff ins Regal.
So geht’s:
Tipp: In vielen Städten gibt es Bücherschränke oder Büchertausch-Initiativen. Gebt Bücher weiter und entdeckt neue!
Jetzt, wo alles sortiert und organisiert ist, kommt der eigentliche Putz-Teil. Hier können die Kleinen richtig aktiv werden:
Nutzt die Chance und wischt auch mal hinter Möbeln, unter dem Bett und in den Ecken. Im Alltag kommt man da selten hin.
Wenn alles geschafft ist, genießt gemeinsam das Ergebnis! Setzt euch ins frisch aufgeräumte Zimmer, spielt ein Brettspiel oder lest ein Buch. Euer Kind soll das gute Gefühl von Ordnung und Übersicht erleben.
Und dann: Belohnung! Ob Eis essen, Spielplatz-Besuch oder Film-Abend – ihr habt es euch verdient.
Also, Ärmel hochkrempeln und los geht’s in den frischen, aufgeräumten Frühling!